Lernen von Hiob – Für Kinder geschrieben
Lea und Marius spielten im Kinderzimmer. Plötzlich hörten sie im Flur hektisches Rumoren. Die Mutter erklärte: „Papa musste ins Krankenhaus. Er ist einfach vom Stuhl gefallen.“ Was wird werden? Am nächsten Morgen sagte die Mutter, dass der Vater in der Nacht gestorben ist. Warum lässt Gott das zu?
Timo ist mit seiner Mutter unterwegs. Plötzlich kommt aus der Seitenstraße ein Auto und nimmt die Vorfahrt. Es knallt heftig. Timos Mutter muss ins Krankenhaus. Warum lässt Gott das zu?
Tabea ist zur Klassensprecherin gewählt worden. Wie froh ist sie, dass sie nach dem Umzug so schnell neue Freunde gefunden hat. Doch nach einem Jahr sagen die Eltern: „Wir müssen wieder umziehen.“ Tabea ist geschockt und weint. Warum lässt Gott das zu?
Sicher kennst du auch viele Situationen, in denen du fragst: „Warum lässt Gott das zu?“
Rede direkt mit Gott.
Wer so fragt, redet ja schon den Richtigen an: Gott. Wer anders als Gott könnte dir dabei helfen, die Antwort zu finden?! In der Bibel gibt es einen Menschen, der genauso gefragt hat: Hiob. Allen Reichtum und alle seine Kinder hat er an einem Tag verloren. (Hiob 1 + 2) Warum lässt Gott das zu? Hiob hält lange Anklagereden an Gott.
Ich weiß, dass mein Erlöser lebt!
Mitten in den Anklagereden taucht auf einmal ein bemerkenswerter Satz von Hiob auf: „Aber ich weiß, dass mein Erlöser lebt!“ (19, 25) Und weiter: „Ich werde Gott sehen. Danach sehnt sich mein Herz.“ (19, 27) Trotz aller Probleme wusste Hiob, dass er einen Erlöser hat: Mein Erlöser hat mich befreit von der Gottlosigkeit mit allen ihren Folgen. Was für ein großartiges Geschenk, das Gott dem Hiob gemacht hat!
Und stell dir vor: diese Erfahrung kannst du auch machen: Gott ist in Jesus Christus Mensch geworden, der für die Schuld aller Menschen die Strafe auf sich genommen hat, obwohl er unschuldig war. Nun gilt: wenn du darauf vertraust und Gott um Vergebung deiner Schuld bittest, so wird er es tun. Das ist das größte Geschenk, das Gott dir machen kann. Dann ist er auch dein Erlöser.
Achte auf das, was Gott dir deutlich macht.
Als Gott ihm antwortet, merkt Hiob, dass er mit Gott nicht so umgehen kann, wie mit Menschen (Hiob 38 ff). Das kann auch dir helfen. Sieh nicht nur auf deine Probleme, sondern entdecke, wie groß Gott ist – trotz aller Not!
Er denkt ganz anders und viel weiter als wir. Hiob erkennt:
„Siehe, ich bin zu gering, was soll ich antworten?“
(Hiob 40, 4; siehe auch 42, 3. 5)
Gott weiß, was richtig ist.
Im Gespräch mit Gott kannst du entdecken, dass er viel mächtiger ist in seinen Gedanken und seinen Taten als jeder Mensch. Denn schließlich hat Gott das Leben geschaffen; auch dein Leben, auch das Leben des Hiob. Die Frage: „Warum lässt Gott das zu?“ ist zwar noch nicht beantwortet – aber er kann Gott jetzt vertrauen, dass er es in seinem Leben gut macht. Hiob konnte das noch hier auf der Erde erleben (Kap. 42 ab V. 10). Spätestens in der Ewigkeit bei Gott wird klar, dass Gott keinen Fehler gemacht hat (Lies nach in Psalm 73, 23 – 28).
Gott ist vertrauenswürdig.
Es ist wie bei einem gewebten Teppich: auf der Rückseite (links) sehen die Fäden ganz wirr aus – einfach chaotisch. Aber die Vorderseite (rechts) zeigt ein herrliches Muster. Mir hat dieser Vergleich geholfen: Gott macht es gut!

Mach es wie Hiob: rede mit Gott. Er will dein Erlöser sein. Ihm kannst du vertrauen, denn: Gott macht keine Fehler.
Knut Ahlborn
kids-team Ruhrgebiet